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Der E-Learning-Kurs „Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“ vermittelt theoretisches und praktisches Wissen sowie umfassende Handlungskompetenzen im Bereich der Frühen Hilfen und im Kinderschutz. Der Kurs ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Frühförderung, der Schwangerenberatung, der Familiengerichtsbarkeit sowie an all diejenigen, die mit Familien mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten.

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„Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“

www.eLearning-FrueheHilfen.de

Der E-Learning-Kurs „Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“ vermittelt  theoretisches und praktisches Wissen sowie umfassende Handlungskompetenzen im Bereich der Frühen Hilfen und im Kinderschutz. Der Kurs ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Frühförderung, der Schwangerenberatung, der Familiengerichtsbarkeit sowie an all diejenigen, die mit Familien mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten.   

Die Entwicklung des E-Learning-Kurses wurde vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg gefördert. Mit dieser Initiative hat das Land Baden-Württemberg begonnen, einen wichtigen Aspekt im Bereich der Frühen Hilfen und im Kinderschutz in die Hand zu nehmen: Den der systematischen, breiten und interdisziplinären Fort- und Weiterbildung. Das Land Baden-Württemberg setzt damit konsequent den Weg der interdisziplinären Entwicklung und Etablierung Früher Hilfen und der Professionalisierung des Kinderschutzes fort. Es hat im Rahmen des allgemeinen „Aufbruchs“, der in den vergangenen Jahren in Deutschland stattgefunden hat und stattfindet sehr früh und in gemeinsamer Initiative mit den Ländern Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie mit dem Bund mit dem Modellprojekt „Guter Start ins Kinderleben“ wichtige Impulse gesetzt, um Angebote Früher Hilfen auszubauen bzw. neue Angebote zu etablieren. Die enge Kooperation und Vernetzung insbesondere zwischen Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitssystem ist wichtiger Schwerpunkt. Dabei ist es Ziel, Angebote von Jugend- und Gesundheitshilfe im Frühbereich systematisch miteinander zu koordinieren und passgenaue und lückenlose Angebote für die frühe Kindheit vorzuhalten (Ziegenhain et al., 2010).

Derzeit fehlen in der interdisziplinären Praxis der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitssystems ebenso wie in der anderer Systeme systematische Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote, die die spezifischen Anforderungen an interdisziplinäres Wissen über die frühe Kindheit, an spezifisches Handlungswissen berücksichtigen sowie den besonderen Anforderungen an die in diesem Bereich zwingende interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung Rechnung tragen. Der E-Learning-Kurs versucht einen ersten Schritt in diese fachlich notwendige Richtung zu gehen. Dabei ermöglicht es E-Learning, dieses interdisziplinäre (Anwendungs-)Wissen niedrigschwellig und breit anzubieten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können den Kurs berufsbegleitend durchführen und sich ihre Arbeitspakete und die inhaltlichen Schwerpunkte entsprechend ihrer Vorkenntnisse individuell, d.h. zeitlich und örtlich flexibel gestalten. Wir wünschen uns, dass diese Form des Lernens auch hilft, berufliche Fortbildung und Familie besser miteinander in Einklang zu bringen.

Frühe Hilfen werden in Deutschland zunehmend etabliert. Mittlerweile existieren zahlreiche fachliche und politische Initiativen auf Bundes-, Länder und kommunaler Ebene, um Angebote Früher Hilfen auszubauen bzw. neue Angebote zu etablieren. Dabei besteht in der Fachöffentlichkeit Einigkeit darüber, wie wichtig es ist, junge Familien früh und rechtzeitig zu unterstützen. Ebenso besteht Einigkeit darüber, dass qualitativ gute und adäquate Unterstützung und Versorgung junger Familien eine enge Kooperation und Vernetzung insbesondere zwischen Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitssystem voraussetzen.

Die Bedeutung elterlicher Beziehungs- und Erziehungskompetenzen als eines zentralen Ansatzpunktes in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz ist weitgehend akzeptiert, und mehr noch, Programme zur Förderung elterlicher Feinfühligkeit werden zunehmend in der Praxis systematisch ins bestehende Angebotsrepertoire einbezogen. Zahlreiche Forschungsbefunde belegen den Zusammenhang zwischen elterlichem feinfühligen Verhalten im Umgang mit dem Kind, der Entwicklung einer sicheren Bindungsbeziehung und in der Folge positiver sozial-emotionaler Entwicklung. Zudem mehren sich Forschungsbefunde, die die positiven Effekte der frühen Förderung elterlicher Beziehungskompetenzen belegen. Insbesondere amerikanische Studien belegten auch positive Langzeiteffekte. Mittlerweile liegen auch in Deutschland erste Ergebnisse von Studien vor, die im Rahmen des vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen geförderten Aktionsprogramms „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ durchgeführt wurden. Psychosozial hoch belastete Mütter, die nach unserem Ansatz der „Entwicklungspsychologischen Beratung“ videogestützte Intervention erhielten, verhielten sich im Vergleich mit belasteten Müttern ohne Intervention feinfühliger, und dies in statistisch bedeutsamer Weise (Pillhofer et al., 2010). Hier wird deutlich, dass Frühe Hilfen und dabei die gezielte Förderung elterlicher Beziehungskompetenzen gleichermaßen die gesundheitliche und psychologische Entwicklung kleiner Kindern begünstigt als auch Fehlentwicklungen und Kindeswohlgefährdung vorbeugen kann. Insofern sind Frühe Hilfen immer auch Kinderschutz. Hinzu kommt, dass sich Frühe Hilfen auch unter ökonomischen Gesichtspunkten „rechnen“. Uta Meier-Gräwe und Inga Wagenknecht zeigten mit ihrer Expertise über die Kosten und den Nutzen Früher Hilfen, die wir im Rahmen des Modellprojektes „Guter Start ins Kinderleben“ beauftragten, eindrücklich, wie positiv die „Rendite“ bei einer „frühen Investition in Kinder“ gegenüber den Folgekosten im Lebenslauf bei fehlender früher Unterstützung ausfallen kann (Meier-Gräwe & Wagenknecht, 2011; www.nzfh.de).

Frühe Hilfen und Kinderschutz sind multiprofessionell und systemübergreifend. Sie können gewöhnlich nicht mit einer isolierten Maßnahme und nicht mit den Kompetenzen einer einzelnen fachlichen Disziplin oder Zuständigkeit allein abgedeckt und gelöst werden. Insbesondere zwischen dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe ist eine systematische Kooperation mit geregelten Absprachen und Verfahrenswegen notwendig. Gewöhnlich haben zunächst nur Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, wie z.B. Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen oder Kinderärztinnen und Kinderärzte Kontakt zum Kind und seinen Eltern. Weitergehende Hilfen, wie etwa ein Kindergartenplatz und die Betreuung dort, Beratung oder Mediation in einer Erziehungsberatungsstelle oder die Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und der Erziehung durch eine Fachfrau, die so genannte Sozialpädagogische Familienhilfe, werden durch die Kinder- und Jugendhilfe vorgehalten und vermittelt. Die Kinder- und Jugendhilfe ist zudem zuständig für die Sicherung des Kindeswohls und für den Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung. Andere Hilfen, wie z.B. medizinische Betreuung und/oder heilpädagogische Förderung in der Frühförderung oder Beratung bzw. auch finanzielle Unterstützung in der Schwangerenberatung werden in wieder anderen Systemen gewährt. In nicht wenigen Fällen benötigen Familien unterschiedliche Unterstützung und Hilfen aus unterschiedlichen Systemen, insbesondere dann, wenn sie psychosozial belastet sind und/ das Kind oder die Eltern spezifische Probleme haben (z.B. Frühgeburtlichkeit, Suchterkrankung etc). Spätestens dann ist eine transparente und verbindliche Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachkräften aus unterschiedlichen Disziplinen wichtig und trägt maßgeblich mit dazu bei, dass Familien qualitativ gut unterstützt und versorgt werden. Die lokale Entwicklung nachhaltiger interdisziplinärer Kooperations- und Vernetzungsstrukturen, und zwar übergreifend verbindlich und unabhängig von der Betreuung und Versorgung einzelner Familien, war Thema des Modellprojektes „Guter Start ins Kinderleben“ (vgl. Ziegenhain et al., 2010).

Die bisherige Entwicklung im Bereich Frühe Hilfen und Kinderschutz stimmt optimistisch. Fachliches Engagement und lokale Initiativen auf der einen Seite, politische Steuerung und Unterstützung durch Bund und Länder auf der anderen Seite greifen ineinander, in allen sechzehn Bundesländern wurden Kinderschutzgesetze verabschiedet, ein Bundeskinderschutzgesetz soll nun in dieser Legislaturperiode tatsachlich verabschiedet werden. Dies lässt hoffen, dass Frühe Hilfen als Konzept interdisziplinärer Versorgung  zunehmend systematisch und nachhaltig in die bestehenden Regelstrukturen integriert werden.

Angesichts dieser Entwicklung in der Praxis, aber insbesondere auch angesichts des subjektiven Leids für jedes einzelne Kind, das von Misshandlung und Vernachlässigung betroffen oder bedroht ist, ist die Diskrepanz zu dem, was bislang an umfassenden und interdisziplinären Fort- und Weiterbildungsangeboten zur Verfügung steht, groß. Dies gilt etwa für entwicklungspsycho(patho)logisches Wissen der frühen Kindheit bzw. Wissen über die besonderen Erlebens-, Verarbeitungs- und Verhaltensweisen von Säuglingen  und deren Beobachtung und Interpretation ebenso wie für das Wissen um Leistungen und Angebote gemäß unterschiedlicher Teile des Sozialgesetzbuchs, dies gilt für Praxiskompetenzen wie die adäquater Kommunikation und adäquaten Umgangs mit Familien in unterschiedlichen Belastungssituationen, den Prinzipien gelingender interdisziplinärer Kooperation und Vernetzung oder den zugrundeliegenden sozial- und datenschutzrechtlichen Grundlagen.

Im E-Learning-Kurs „Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“ werden diese Wissensinhalte und Handlungskompetenzen abgedeckt. In zehn so genannten Grundlagentexten wird relevantes theoretisches Wissen zum Stand der interdisziplinären Forschung bzw. zum Stand sozialrechtlicher Grundlagen im Bereich Frühe Hilfen und Kinderschutz vermittelt. Behandelt werden Kinderschutz und die historisch sich wandelnde Wahrnehmung vom „Wert des Kindes“, die psychologische Entwicklung in der frühen Kindheit ebenso wie Trauma und Traumafolgen im Lebenslauf, Misshandlung, Vernachlässigung und sexueller Missbrauch, Risiko- und Schutzfaktoren und Gefährdungseinschätzung, Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz, Sozialrechtliche Grundlagen in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz: Aufgaben und Leistungen, Rechtliche Rahmenbedingungen im Bereich des Kinderschutzes sowie Kommunikation mit Eltern: Grundlagen der Gesprächsführung.

In weiteren, so genannten Handbuchtexten werden spezifische Themen wie psychische Erkrankungen der Eltern, Frühgeburtlichkeit oder Behinderung beim Kind, Bindungsstörungen oder Regulationsstörungen vertieft und praxisnah dargestellt.

Wir sind stolz und dankbar, dass wir in ihrem Feld renommierte Autorinnen und Autoren gewinnen konnten, die die Grundlagen- und Handbuchtexte verfasst haben.

Neben der Vermittlung interdisziplinären Grundlagenwissens liegt ein wichtiger Schwerpunkt auf entwicklungspsycho(patho)logischem, kommunikativem und strukturellem Handlungswissen. Der Methodenteil enthält Instrumente zur Interaktionsdiagnostik sowie Übungen, um sich in der Beobachtung früher Eltern-Kind-Interaktionen zu trainieren, eine Übersicht über relevante Entwicklungsschritte als Orientierung zur Entwicklungseinschätzung, Videobeispiele über gelingende Kommunikation mit Eltern sowie Instrumente für die Praxis, die Screening bzw. die Einschätzung von Risiken und Ressourcen und das Vorgehen bei der Einschätzung von Gefährdungssituationen systematisch ermöglichen.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen frühe Interaktionsdiagnostik als ein wissenschaftlich bewährtes und erprobtes, aber bisher wenig eingesetztes Verfahren systematischer in die Frühen Hilfen und in den Kinderschutz zu integrieren. Hier kommen insbesondere aus der entwicklungspsychologischen Säuglingsforschung entscheidende Impulse. Das Wissen um die Regulations- und Belastungsverhaltensweisen von Säuglingen und Kleinkindern ist wichtige Grundlage, um einzuschätzen, in welchem Zustand sich das Kind jeweils befindet. Darauf aufbauend lässt sich zuverlässig bewerten, inwieweit die Eltern in der Lage sind, auf den jeweiligen Verhaltensausdruck des Säuglings und auf seine Signale adäquat zu reagieren. In unseren eigenen Forschungen haben wir im Sinne des so genannten „Science Practitioning“ und in Anlehnung an die klassische Feinfühligkeitsskala nach Ainsworth ein Beobachtungsinstrument entwickelt, das reliabel und ökonomisch die Einschätzung einer so verstandenen Interaktionsqualität erlaubt. Die Entwicklung des Instrumentes wurde von der Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg im Rahmen des Settingansatzes zur Gesundheitsförderung gefördert (Ziegenhain et al., 2008, 2010). Erste Evaluationen des Instrumentes, wie im Rahmen des Münchner Modells der Frühen Hilfen für psychosozial belastete Familien, sind positiv (Ziegenhain et al.,  2010). 

Jenseits von indizierten Entwicklungstests etwa in einer Erziehungsberatungsstelle, einer Frühförderstelle bzw. eines Sozialpädiatrischen Zentrums oder auch einer kinderpsychiatrischen Ambulanz ist es im Alltag anderer professioneller Akteure, wie z.B. dem einer Mitarbeiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes, einer Erzieherin, einer Hebamme oder einer Kinderärztin nicht möglich normierte Entwicklungstests durchzuführen. Dennoch ist es häufig zentral, sich zumindest einen globalen Eindruck über den Entwicklungsstand eines Kindes zu verschaffen. Dieser ist unabdingbar für die Entwicklungsprognose und die Planung von Hilfen und Interventionen. Als orientierende Entwicklungseinschätzung wurde eine Übersicht über relevante Entwicklungsschritte in den ersten drei Lebensjahren entwickelt, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit in Alltagssituationen bzw. bei Hausbesuchen beobachten lassen. Die Entwicklungskategorien sind mit Fotos und Videobeispielen illustriert.

Als weiterer Aspekt praktischen Handlungswissens illustrieren Videobeispiele gelingende Kommunikation bzw. Gesprächsführung mit Eltern, z.B. wenn Fachkräfte um die Annahme von Hilfen bei Familien werben, bei denen eine positive Entwicklung ihres Kindes gefährdet ist und die nicht unbedingt finden, dass sie Hilfe benötigen. In einem Leitfaden zur Gesprächsführung sind relevante Aspekte gelingender Kommunikation zusammengefasst.

Des Weiteren enthält der Methodenteil Instrumente für die interdisziplinäre Praxis, die es auf unterschiedlichen Ebenen erlauben empirisch abgesicherte Risiken und Ressourcen einzuschätzen. Tatsächlich lassen sich Entwicklungs- und Gefährdungsrisiken von Kindern auf dem derzeitigen Forschungsstand am verlässlichsten über Screeningverfahren einschätzen, die die bekannten Risikofaktoren systematisch erheben. Dies bedeutet allerdings keine absolute Sicherheit in der Risikoeinschätzung. Solche Verfahren erfassen das relative Risiko einzelner oder kumuliert vorliegender Risiken und informieren über die statistische Wahrscheinlichkeit, mit der ein Risiko eintreten kann. Sie sind insofern für jeden Einzelfall nur annäherungsweise tauglich. Sie bedeuten aber dennoch eine erhebliche Verbesserung gegenüber einer nicht systematischen Einschätzung oder einer „Baucheinschätzung“ (Ziegenhain & Fegert, 2009; Ziegenhain et al., 2010). Neben einer standardisierten Erfassung von Risiken und Ressourcen bzw. einer systematischen Risikoeinschätzung geht es uns insbesondere auch darum, über die interdisziplinäre Anwendung von Screening- oder Einschätzungsverfahren die Entwicklung einer gemeinsamen fachlichen Sprache über unterschiedliche Berufsgruppen hinweg zu unterstützen. Eine interdisziplinäre Verständigung auf standardisierte und wissenschaftlich geprüfte Verfahren und Vorgehensweisen, die systematisch und verbindlich angewendet werden, fehlt bisher in Deutschland.

Die Plattform enthält verschiedene Instrumente, wie z.B. den so genannten Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch, der empirisch abgesicherte Risiken für eine Entwicklungsgefährdung in der Zeit rund um Geburt beinhaltet und Grundlage dafür ist, bei den Eltern um die Inanspruchnahme weitergehender Hilfen zu werben (Meysen, Schönecker & Kindler, 2009). Sie enthält einen so genannten Unterstützungsbogen für die Jugendhilfe, der insbesondere Risikomechanismen von akuten Krisensituationen unterscheidet und eine passgenaue Hilfeplanung unterstützen soll (Kindler et al., 2008). Sie enthält diverse Handreichungen bzw. einen Entscheidungsbaum, die das Vorgehen in mäßig kritischen oder kritischen Fällen von (drohender) Kindeswohlgefährdung strukturieren und konkrete Handlungsschritte im Vorgehen beschreiben Diese Instrumente und Handreichungen wurden im Rahmen des Bundesmodellprojektes „Guter Start ins Kinderleben“ in Kooperation mit Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut, sowie Thomas Meysen und Lydia Schönecker, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht entwickelt.

Wir haben im Rahmen dieses E-Learningkurses ein Instrument zur Einschätzung von Belastungsfaktoren und Ressourcen entwickelt. Dieses Instrument enthält empirisch abgesicherte Risiken und Ressourcen in unterschiedlichen Bereichen, die für die Entwicklungs- und ggf. Gefährdungseinschätzung des Kindes des Kindes relevant sind. Dazu gehören z.B. die elterlichen Beziehungs- und Erziehungskompetenzen oder die persönlichen und psychosozialen Lebensumstände der Familie. Diese Aspekte sind in einem Manual zusammengefasst, das die Risiken gemäß derzeitigem Forschungsstand darstellt und, wenn möglich, ihre Bedeutsamkeit und Gewichtung als alleiniges Risiko oder aber in Kumulation und Wechselwirkung mit anderen Risiken.

Wir haben uns dagegen entschieden, wie sonst üblich, eine „klassische Risikocheckliste“ zu entwickeln. Wie erwähnt, geben solche Checklisten über die statistische Wahrscheinlichkeit Auskunft, mit der ein bestimmtes Risiko eintreten kann. Sie lassen sich nicht unmittelbar auf den Einzelfall anwenden. Vielmehr muss in jedem Einzelfall geprüft werden, ob ein jeweiliges Risiko in einer spezifischen Fallkonstellation auftreten kann und wenn, in welchem Ausmaß, welche anderen jeweiligen Risiken die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Auftretens in dieser Fallkonstellation ggf. verstärken bzw. welche Schutzfaktoren die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Auftretens verhindern oder abpuffern können. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass diese komplexe Einschätzung und Güterabwägung für den jeweiligen Einzelfall häufig nicht systematisch vorgenommen werden. Vielmehr lässt sich beobachten, dass zwischen der Risikoeinschätzung und ihrer Gewichtung bzw. der Planung von Hilfen für die Familie Lücken bestehen und die Hilfeplanung nicht aus der Risikoeinschätzung und -gewichtung abgeleitet wird bzw. diese unzureichend ist. Das hier vorgestellte Instrument zur Einschätzung von Belastungsfaktoren und Ressourcen erlaubt bzw. zwingt die Risikoeinschätzung und ihre Gewichtung im Einzelfall sowie die daraus folgende Planung für Hilfen und Intervention unmittelbar aus den im Manual zusammengefassten Risiken abzuleiten und auf die jeweilige Fallkonstellation zu beziehen. Die Einschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung ist letztendlich eine Prognosefrage, ähnlich wie bei der forensischen Kriminalprognose reicht eine alleinige statistische Risikoabschätzung für die Gesamtgruppe nicht aus, sondern es muss aufgrund von Merkmalen des Einzelfalls eine möglichst genaue Individualprognose erstellt werden. Gerade unsere Beschäftigung mit misslingenden Kinderschutzfällen wie z.B. im Rahmen der Fehleranalyse (Fegert et al. 2010) hat uns darin bestärkt, hier durch ein spezifisch entwickeltes Instrument und Vorgehen eben nicht nur lernbares Wissen im Rahmen einer Checkliste anzubieten, sondern die individualprognostische Einschätzung quasi „bei den Teilnehmern zu erzwingen“, um damit sicherzustellen, dem Einzelfall wirklich bestmöglich gerecht zu werden.

Insbesondere dieses Instrument zur Einschätzung von Belastungsfaktoren und Ressourcen ebenso wie die Interaktionseinschätzung sind zentrales und systematisches Arbeitsmittel in der so genannten Fallbearbeitung. In diesem Teil des E-Learning-Kurses werden Fallkonstellationen aus der Perspektive unterschiedlicher professioneller Akteure vorgestellt und dabei in unterschiedlichen Kontexten von Frühen Hilfen bis zum Kinderschutz. Dabei ist Ziel der Fallbearbeitung Gelesenes, Gesehenes und Gelerntes möglichst realitätsnah anzuwenden. Vor dem Hintergrund der Perspektive des Kindes wird eine fundierte Einschätzung der jeweiligen Risiken und Ressourcen der kindlichen und familiären Situation erarbeitet und ein passgenauer und interdisziplinär angelegter Vorschlag für die weitere Planung von Hilfen und Interventionen erarbeitet. Jeder Fall enthält Hintergrundinformationen, Videobeispiele elterlichen Verhaltens im Umgang mit dem Kind und/oder Videobeispiele der Gespräche mit den Eltern. Die eigene Fallentwicklung bzw. Lösung wird dann mit einer so genannten „Musterlösung“ abgeglichen.

Im Prozess der Konstruktion dieser Fälle ist uns deutlich geworden, wie anspruchsvoll es im professionellen Alltag ist, die jeweils anderen Disziplinen und ihre Leistungsangebote systematisch in der Diagnostik und der Hilfeplanung zu berücksichtigen, also kreativ und passgenau Hilfen aus unterschiedlichen Teilen des Sozialgesetzbuches zusammenzustellen. Das Vorgehen und das Angebotsrepertoire in der eigenen Disziplin bzw. dem zugeordneten Sozialgesetzbuch sind bekannt und vertraut, die Angebote der jeweils anderen Disziplinen und die Zugänge dazu sind es weniger bzw. sind nicht systematisch in die eigene Planung von Hilfen und Maßnahmen integriert. Wir wurden bei der Entwicklung der Fallvignetten hoch kompetent von Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen in der interdisziplinären Praxis unterstützt. Mit ihnen erlebten wir analog zur Realität in der Praxis in der fiktiven Fallkonstruktion immer dann Verunsicherung und Reibungsverluste oder vollführten Schleifen, wenn aus der Perspektive des Kindes die im eigenen Bereich verfügbaren Leistungsangebote nicht ausreichten und nach Angeboten im Repertoire anderer Disziplinen gesucht werden musste. Positiv umgedeutet liegen hier Chancen, Planung von Hilfen und die Angebote systematisch und interdisziplinär abgestimmt zu gestalten, um Kinder individuell und umfassend zu fördern.

Ein Lernprofil zeigt den jeweils erreichten Lernfortschritt in übersichtlichen Grafiken an. Der jeweilige Stand in der Erarbeitung des Kurses ist jederzeit erkennbar. Zusätzlich dient es als alternative Möglichkeit, um in die verschiedenen Lernbereiche zu gelangen.

Insgesamt besteht der Kurs aus 90 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Entsprechen sind 90 CME-Punkte bei der Landesärztekammer beantragt. Der Leistungserfolg wird über Multiple-Choice-Fragen geprüft.  Der Kurs ist erfolgreich absolviert, wenn 70% der Fragen richtig beantwortet werden. Dies wird mit einem Zertifikat bescheinigt.

Die Entwicklung dieses E-Learning-Kurses war durchaus komplex und setzte umfangreiches Expertenwissen und vielfältige Kompetenzen voraus. Hinzu kam, dass einzelne Beiträge koordiniert und aufeinander abgestimmt werden mussten und quasi ein virtuelles Team zusätzlich zum realen Präsenzteam in Ulm zusammengefügt werden musste. Das Dreiländerinstitut Jugend-Familie-Gesellschaft-Recht (3 Li) war hier wieder als koordinierende Unterauftragnehmer tätig und hat uns durch die Zusammenführung von Expertisen, basierend auf den Kontakten zu Fachkräften aus allen deutschsprachigen Ländern, bei der Erstellung der Inhalte für diesen E-Learning Kurs hervorragend unterstützt. Dank geht hier insbesondere an den Geschäftsführer Herr Christian Kistler. Wir sind überaus dankbar, dass uns viele Menschen an unterschiedlichen Punkten und (konzeptuellen) Anforderungen, die im Prozess gelöst werden mussten, mit hohem Fachwissen und kreativen Ideen unterstützt haben. Ohne diese kompetente und großartige Unterstützung wäre der Kurs so nicht zustande gekommen. Wir bedanken uns dafür sehr herzlich.

Besonderes danken wir unserem Beirat, der uns von den ersten konzeptionellen Anfängen über die Kursentwicklung hinweg beraten und unterstützt hat. Herzlichen Dank an Frau Susanne Abele, Universität Ulm, Herrn Dr. Patrick Blumschein, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg, Frau Stefanie Brachmann, Universität Ulm, an Herrn Walter Engelhardt,Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg, bis zum 31.12.2009, und an Frau Maria Diop, die ab Jahresbeginn 2010 die Referatsleitung übernahm, an Herrn Prof. Dr. Heiner Fangerau, Universität Ulm, Herrn Dieter Fischer, Landratsamt Ostalbkreis, Herrn Prof. Dr. Reiner Frank, Ludwig-Maximilians-Universität München, Herrn Jens Gebauer, Pforzheim, Frau Ulrike Geppert-Orthofer, Hebammen-Verband Baden Württemberg, Herrn Herbert Hertramph, Universität Ulm, Frau Dr. Elisabeth Holoch, Klinikum Stuttgart Olgahospital, Herrn Dr. Andreas Jud, Hochschule für Soziale Arbeit, Luzern und McGill University, Montréal, Herrn Roland Kaiser, Kommunalverband für Jugend und Soziales, Baden-Württemberg, Frau Dr. Lilith König, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und jetzt Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Herrn Dr. Hubert Liebhardt, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, Herrn Dr. Thomas Meysen, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, Heidelberg, Frau Alexandra Neugebauer, St. Marienkrankenhaus, Ludwigshafen, Herrn Dr. Heinrich Nufer, Pflegekinder-Aktion Schweiz, Frau Prof Dr. Hellgard Rauh, Universität Potsdam, Herrn Mark Ropertz, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg und Herrn Prof. Dr. Hans-Joachim Schwartz, Hochschule Ostfalia, Wolfenbüttel und Frau Sabine Zetzmann, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg.

Über Ihre Unterstützung und Beratung im Rahmen des Beirates hinaus haben teilweise im Kontext der 3 Li-Vernetzung, teilweise als direkte Kooperationspartner, Herr Prof. Dr. Heiner Fangerau, Herr Dieter Fischer, Herr Dr. Andreas Jud, Herr Dr. Thomas Meysen und  Herr Prof. Dr. Hans-Joachim Schwartz Grundlagentexte für den E-Learning-Kurs verfasst. Frau Prof. Dr. Hellgard Rauh hat neben dem Grundlagentext zur psychologischen Entwicklung zwei weitere Handbuchtexte geschrieben und uns maßgeblich in der Entwicklung der orientierenden Entwicklungseinschätzung beraten und unterstützt. Nicht zuletzt aber beziehen sich zentrale entwicklungspsychologische Ansätze dieses Kurses auf ihre Arbeiten und ihre Forschung, insbesondere zu den Ausdrucks- und Belastungsverhaltensweisen von Säuglingen und Kleinkindern. Frau Carla Pertl hat neben einem Grundlagentext einen weiteren Handbuchartikel verfasst. Für weitere fachlich hochwertige Grundlagen- und Handbuchtexte konnten wir Herrn Prof. Dr. Sven Barnow, Psychologisches Institut, Heidelberg, Frau Dr. Tanja Besier, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, Herrn Dr. Jörn Borke, Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung, Osnabrück, Frau Dr. Ina Bovenschen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Herrn Florian Braune, Universität Ulm, Frau Dr. Christiane Deneke, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Frau Ute Dieluweit, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, Herrn Prof. Dr. Lutz Goldbeck, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, Herrn Arno Görgen, Universität Ulm, Frau Dr. Sabine Höck, Arbeitsstelle Frühförderung Bayern, Frau Dr.  Christiane Hornstein, Psychiatrischen Zentrum Nordbaden, Herrn Prof. Dr. Gert Jacobi, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frau Henriette Katzenstein, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, Heidelberg, Herrn Dr. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut, München, Frau Carla Pertl, Stadtjugendamt München, Frau Melanie Pillhofer, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, Frau Maria Schmitz, Universität Ulm sowie Frau Lydia Schönecker, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, Heidelberg sowie Frau Julia Weber, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm gewinnen.  

Wir bedanken uns sehr herzlich für die konstruktive und intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit, auch im Rahmen der vom 3Li mit veranstalteten Koordinationsveran­staltungen und Treffen und die hervorragenden Beiträge bei den Autorinnen und Autoren. Ihre hohe fachliche und interdisziplinäre Expertise trägt entscheidend zur Qualität dieses E-Learning Kurses bei.

In der Konstruktion und Ausarbeitung der Fallbeispiele haben uns Frau Susanne Hartmann, Modellprojekt Pro Kind Niedersachsen, Frau Carla Pertl, Stadtjugendamt München, Frau Martina Wolf, Arbeitsstelle Frühförderung Bayern, Herr Jens Gebauer und Frau Sigrid Gebauer, Pforzheim, großartig unterstützt. Sigrid Gebauer hat zudem über alle Fälle hinweg sowie für Teile des Methodenteils die Dreharbeiten nicht nur betreut, sondern hat zudem die Drehbücher erstellt und Regie geführt. Herr Thomas Thiel, Universität Potsdam, hat Teile der Dreharbeiten betreut und uns in bewährter Weise bei der Filmproduktion und ihrer wissenschaftlichen und technischen Umsetzung beraten. Carla Pertl und Henriette Katzenstein waren uns wertvolle Beraterinnen in fachlichen Fragen bei der Konstruktion der Fälle. Es sind Fallvignetten aus profunder Praxiserfahrung entstanden, die realitätsnah und interdisziplinär angelegt sind. Hierfür möchten wir uns ganz besonders bedanken. Die Verantwortung für etwaige Fehler in der Fallkonstruktion bzw. der vorgeschlagenen Hilfen und Interventionen liegt allerdings unbedingt bei uns.

Hans-Joachim Schwartz und Reiner Frank haben uns intensiv und kompetent beraten, theoretische Grundlagen gelingender Kommunikation und Gesprächsführung adäquat in die Praxis der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes umzusetzen. Ganz herzlichen Dank dafür. Herzlichen Dank auch dafür, dass uns Reiner Frank seinen hervorragenden Lehrfilm über Arztgespräche im Notfall Misshandlung für den Methodenteil zur Verfügung gestellt hat. Frau Verena Förderer, Hamburg, und Frau Brigitte Linke, Kiel, haben uns aus ihrer reichhaltigen Erfahrung im Kinderschutz zwei hervorragende Filme erstellt, die illustrieren, wie man um die Inanspruchnahme von Hilfen bei Eltern werben kann, die wenig kooperationsbereit sind. Dafür bedanken wir uns sehr. Ganz herzlichen Dank auch an Frau Dr. Anne Katrin Künster dafür, dass sie die Instrumente und Handreichungen im Methodenteil zusammengefasst hat. Ganz besonders danken möchten wir zudem Dr. Heinz Kindler, der uns in der konzeptionellen Entwicklung des Instrumentes zur Einschätzung von Belastungsfaktoren und Ressourcen entscheidend unterstützt hat sowie bei Dr. Tanja Besier, die das Manual des Instrumentes verfasst hat.

Sehr herzlich bedanken möchten wir uns bei den Eltern und den Kindern Emil, Tialda, Luisa, Jona, Johannes, Matilda, Leon, Adrijan, Julika, Amelie, Tilman, Wilko, Hannah, Matilda und Romy, die sich bereiterklärt haben, bei der Erstellung der Filme mitzuwirken, und die uns  ihr Vertrauen und ihre Zeit geschenkt haben.

Unser herzlicher Dank geht auch an unsere „Schauspieler“ Frau Louisa Assfalg, Frau Katja Burggräfe, Frau Lena Dillmann, Frau Mirijam Faust, Frau Jasmin Grieb, Frau Miriam Hägele, Frau Julia Harnischfeger, Frau Dorothee Hoffmann, Frau Antonia König, Frau Cornelia König, Frau Karmer Kortalbas-Aksoy, Frau Carina Oettinger, Herr Dr. Paul Plener, Frau Veronika Rahmanova, Herr Simon Schlanser, Herr Martin Schmidkunz, Frau Angelika Schöllhorn, Frau PD Dr. Ulrike Schulze, Frau Alexandra Solis, Frau Henrietta Sultesz, Herr Gabriel Zell und Frau Annabel Zwönitzer. Sie sind im wirklichen Leben Schülerinnen, Studentinnen und Studenten bzw. Kolleginnen und Kollegen, die wir „unterwegs“ angesprochen haben. Wir haben uns sehr gefreut, wie selbstverständlich und unkompliziert sie sich bereiterklärten ihre jeweiligen Rollen zu spielen.  

Tatkräftige Hilfe erhielten wir auch in der Endredaktion des E-Learning-Kurses. Frau Prof. Dr. Gabriele Gloger Tippelt (seit Juli 2010 nach ihrer Emeritierung in Düsseldorf Gastprofessorin als „Seniorprofessorin“ in unserer Abteilung), Frau Nadine Duit, Frau Franziska Schumann und Frau Leonore Thurn unterstützten uns in der Formulierung von Prüfungsfragen, Frau Miriam Hägele, Frau Dr. Anne Katrin Künster, Frau Melanie Pillhofer und Frau Angelika Schöllhorn werteten die Videos zur Mutter-Kind-Interaktion und zu kindlichen Feinzeichen aus bzw. überprüften die Reliabilität der Bewertungen. Frau Susanne Kiefer unterstützte uns in letzten gestalterischen Aufgaben wie die des Layouts unserer Flyers oder einer Broschüre. Frau Anja Hägele kümmert sich im Rahmen ihrer Dissertation um die Evaluation des E-Learning-Kurses. Alle sind Kolleginnen an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie bzw. z.B. als studentische Hilfskräfte oder Doktorandin der Klinik assoziiert. Wir bedanken uns sehr herzlich.

Ein ganz herzliches Dankeschön auch an Frau Thekla Dörler und Frau Petra Hilmes, die die Texte des Kurses kompetent lektoriert haben, und dies unter nicht unerheblichem Zeitdruck. Wir möchten uns ebenfalls bei unseren beiden Sekretärinnen, Frau Rosa Kunz und Frau Angelika Bartholomäus, für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken. Ganz großer Dank auch an Herrn Philipp Köhler und unsere Mitarbeiterin Frau Julia Weber, die in der angespannten Endphase der Kursentwicklung einen wunderbar gelungenen Film über den E-Learning-Kurs konzipierten und produzierten, der nun das Entrée der Plattform ist.  

Sehr herzlich bedanken möchten wir uns bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Präsenzkurses, die die Entwicklung des Kurses begleitet haben und die wir wegen mangelnder Abstimmung bzw. für uns nicht planbarer Verzögerungen in der Entwicklung der Lerninhalte auch enttäuscht haben. Wir hoffen sehr, dass die Plattform in ihrer nun endgültigen Form die vergangenen Enttäuschungen etwas ausgleichen kann.

Herr Dr. Hubert Liebhardt, der im Studiendekanat, vor seinem Wechsel in unsere Klinik, seit der Gründung für das Kompetenzzentrum E-Learning in der Medizin im Kompetenznetz Lehre in Baden-Württemberg (vgl. Fegert et al. 2009) zuständig war und den Bereich nun in der Klinik im Forschungsschwerpunkt Familie, Zeitpolitik, E-Learning vertritt, hat uns im Verlauf des Projektes in allen Fragen zur Gestaltung und Implementierung von Fortbildungs- und Lehrinhalten im E- Learning umfassend und kompetent beraten und uns in prüfungsrelevanten, administrativen und juristischen Fragen unterstützt und vieles für uns geklärt. Dafür ganz herzlichen Dank. Dank ihm und Herrn Alexander Bihr, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Baden-Württemberg, auch für die Hilfe und Unterstützung bei der Klärung und Festlegung der Registrierung und  Nutzerbedingungen für den E-Learning-Kurs.

Ohne Herrn Alexander Seitz und Herrn Matthias Dannenberg, Firma Soon-Systems, wäre die technische Realisierung dieses Kurses nicht möglich gewesen. Sie haben uns überaus kompetent an die technischen Möglichkeiten internetbasierten Lernens herangeführt, viel  Übersetzungsarbeit geleistet und sind kreativ und engagiert auf unsere anfangs durchaus nicht immer technikkompatiblen Vorstellungen eingegangen. Sie haben die Höhen und Tiefen der Kursentwicklung mit uns durchgestanden. Ganz vielen Dank für kompetente Gestaltung, und die große Geduld und Flexibilität mit wechselnden Deadlines.

Frau Alexandra Hofer, Herrn Tobias Rendler und Frau Julia Weber, die Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter, haben die überaus komplexen und vielfältigen Aufgaben sowie die konzeptuellen Herausforderungen, die sich zum Teil erst im Entwicklungsprozess herauskristallisierten, mit hoher Kompetenz und großem Engagement gemeistert. Sie haben Reibungsverluste mit viel Frustrationstoleranz bewältigt und die Begeisterung nicht verloren bzw. immer wieder gefunden und zudem große organisatorische Fähigkeiten entwickelt. Sie haben den Kurs in hohem Maße gestaltet und erstellt. Ihnen und Frau Melania Botos, Frau Cornelia König, Frau Daniela Bolte, Frau Maria Schmitz und Herrn Jürgen Eberle, die in unterschiedlichen Entwicklungsphasen dem Projektteam angehörten, gilt unser ganz großer Dank.

Jörg M. Fegert  und Ute Ziegenhain

Literaturverzeichnis

Fegert JM, Obertacke U, Resch F, Hilzenbecher M (2009), Die Qualität der Lehre nicht dem Zufall überlassen. Deutsches Ärzteblatt 106: 290-291

 Fegert J.M, Ziegenhain U, Fangerau H (2010), Problematische Kinderschutzverläufe - Mediale Skandalisierung, fachliche Fehleranalyse und Strategien zur Verbesserung des Kinderschutzes Weinheim / München: Juventa Verlag

Kindler, H., Ziesel, B., König, C., Schöllhorn, A., Ziegenhain, U. & Fegert, J.M. (2008). Unterstützungsbogen für die Jugendhilfe: Bogen zur Unterstützung der Hilfeplanung im frühen Kindesalter. Das Jugendamt –Zeitschrift für Jugendhilfe und Familienrecht, 4, 67 -470.

Meier-Gräwe, U. & Wagenknecht, I. (2011). Kosten und Nutzen Früher Hilfen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Projekt Guter Start ins Kinderleben. In Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.). Materialien zu Frühen Hilfen, Bd.4. NZFH: Köln.

Meysen, T., Schönecker, L. & Kindler, H. (2009). Frühe Hilfen im Kinderschutz. Rechtliche Rahmenbedingungen und Risikodiagnostik in der Kooperation von Gesundheits- und Jugendhilfe. Weinheim: Juventa.

Pillhofer, M., Künster, A., Hofer, A., Bovenschen, I., Gabler, S., Spangler, G., Fegert, J.M. und Ziegenhain, U. (2011). Sekundärpräventive Intervention im Kinderschutz – Die Entwicklungspsychologische Beratung im Rahmen des Modellprojekts „Guter Start ins Kinderleben“. Vortrag auf dem XXXII. DGKJP Kongress, Essen.

Ziegenhain, U. & Fegert, J.M. (2009). Interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung für eine verbesserte Prävention im Kinderschutz. Frühförderung Interdisziplinär, 2, 71-81.

Ziegenhain, U., Gebauer, S., Ziesel, B., Künster, A.K. & Fegert, J.M. (2008). Die Chance der ersten Monate. Feinfühlige Eltern – gesunde Kinder. Ulm: Maurer.

Ziegenhain, U., Gebauer, S. Ziesel, B., Künster, A.K. & Fegert, J.M. (2010). Lernprogramm Baby-Lesen. Übungsfilme für Hebammen, Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern und Sozialberufe. Stuttgart: Hippokrates.

Ziegenhain, U., Schöllhorn, A., Künster, A.K., Hofer, A., König, C. & Fegert, J.M. (2010). Modellprojekt Guter Start ins Kinderleben. Werkbuch Vernetzung. Chancen und Stolpersteine interdisziplinärer Kooperation und Vernetzung im Bereich der Frühen Hilfen und im Kinderschutz. Schriftenreihe des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen.

Ziegenhain, U., Künster, A.K., Hägele, M., Roudil d’ Ajoux, V. & Fegert, J.M. (2010. Münchner Modell der Früherkennung und Frühen Hilfen für psychosozial hoch belastete Familien. Evaluation der Frühen Hilfen. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm: Ulm.

Inhalte des Kurses

  • Entwicklungspsycho(patho)logische Kenntnisse, um Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig entgegenzuwirken
  • Verhaltensbeobachtung, um Risiken in der Eltern-Kind-Beziehung zu erkennen
  • Fachwissen über psychische Auffälligkeiten der Eltern, um rechtzeitig Hilfen einleiten zu können
  • Wahrnehmung spezifischer Anhaltspunkte für die Gefährdung von Kindeswohl
  • Handlungssicherheit in der Risiko- und Ressourceneinschätzung und anschließender Güterabwägung
  • Rechtliche Grundlagen (Datenschutz, Ausführung des Schutzauftrages, interdisziplinärer Kommunikation im Bereich Früher Hilfen etc.), um Sicherheit im Vorgehen in Kinderschutzfällen zu erlangen,
  • Gesprächsführungskompetenzen mit Eltern, um für die Inanspruchsnahme von Hilfen zu werben
  • Wissen über das Spektrum Früher Hilfen sowie der entsprechenden Sozialleistungssysteme, um Unterstützung bedarfsgerecht zu planen
  • Kompetenzen im Fallmanagement, in der Prozessplanung und der interdisziplinären Vernetzung
[ Hier erscheint gleich der Film ]

***Dreijährige Basisfinanzierung gesichert***
***Registrierungen für den gesamten deutschsprachigen Raum wieder ab 15. Oktober 2013 möglich***


Weitere Informationen...

Dreijährige Basisfinanzierung gesichert
Registrierungen für den gesamten deutschsprachigen Raum
wieder ab 15. Oktober 2013 möglich

 

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Interessierte am E-Learning-Kurs „Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“,

nach einigen Monaten der Unsicherheit darüber, ob und wie es mit dem E-Learning-Kurs weitergehen wird, freuen wir uns sehr, Ihnen heute gute Nachrichten mitteilen zu können:

Dank der Förderung durch die UBS Optimus Foundation ist das E‑Learning-Angebot für die nächsten drei Jahre finanziell abgesichert.

Somit kann der Kurs ab 15. Oktober 2013 wieder für den gesamten deutschsprachigen Raum geöffnet werden. Es werden auch in Zukunft keine Teilnahmegebühren für die interdisziplinäre Fortbildung erhoben.

Während dieser dreijährigen Förderung zur Basisabsicherung des Kurses werden wir weiterhin das Ziel der nachhaltigen Sicherung der Plattform verfolgen.

Vielen Dank für Ihre Treue und Unterstützung.


Prof. Dr. Jörg M. Fegert

Prof. Dr. Ute Ziegenhain

 

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Wer kann sich anmelden?

Fachkräfte, die in der Jugendhilfe, im Gesundheitswesen, in der Familiengerichtsbarkeit oder anderen Bereichen tätig sind, in denen sie mit Kindern arbeiten. Auch Ehrenamtliche, die in einem obengenannten Feld tätig sind, haben die Möglichkeit, teilzunehmen.

Welche Kosten kommen auf die TeilnehmerInnen zu?

Es werden weder Registrierungs- noch Teilnahmekosten erhoben.

Wie kann ich mich anmelden?

Die Anmeldung erfolgt durch eine Registrierung auf www.eLearning-FrueheHilfen.de. Anschließend werden Sie aufgefordert, einen original unterzeichneten Nachweis ihrer Berufsausbildung oder -tätigkeit bzw. - im Falle einer ehrenamtlichen Tätigkeit - einen durch Ihre Institution original unterzeichneten Nachweis über Ihr Ehrenamt einzureichen.

Ich habe mich registriert. Wie und wann erfolgt die Freischaltung?

Die Freischaltung erfolgt innerhalb einer Woche, sobald der Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsnachweis bei uns eingegangen ist. Sie erhalten Ihre Zugangsdaten per E-Mail. Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner auf eingehende Nachrichten.

Ich habe mich registriert und einen Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsnachweis erbracht, aber noch keine Zugangsdaten erhalten. Woran liegt das?

Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie den Aktivierungslink bestätigt haben, den Sie nach der Registrierung per E-Mail erhalten haben. Überprüfen Sie bitte auch den Spam-Ordner, ob die Nachricht eventuell dort eingegangen ist. Sollten Sie die E-Mail nicht erhalten haben, haben Sie sich wahrscheinlich bei der Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse vertippt. Bitte registrieren Sie sich erneut. Bei weiteren Problemen wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an unser Support-Team.

Wie erfolgt die Zertifizierung und Anerkennung von CME-Punkten?

Insgesamt besteht der Kurs aus 87 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Kurses erhalten die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer ein Zertifikat „Frühe Hilfen und frühe Interventionen im Kinderschutz“. Vorraussetzung für den Erhalt des Zertifikates ist das erfolgreiche Bestehen der Leistungskontrolle in allen Bereichen des Curriculums. Der Kurs wurde als Fortbildungsmaßnahme bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 87 CME- Punkten anerkannt.

Wann startet der Kurs?

Die Teilnahme ist möglich, sobald Sie sich erfolgreich registriert haben. Sie können den Beginn des Kurses individuell festlegen.

Gibt es auch Präsenzveranstaltungen zu dem Kurs?

Zurzeit sind keine Präsenzveranstaltungen zum Kurs geplant.

Wie lange darf ich den Kurs besuchen? Gibt es eine Laufzeitbeschränkung?

Grundsätzlich gibt es keine Laufzeitbeschränkung für die Fortbildung (dies gilt nicht für den Erwerb von CME-Punkten).* Waren Sie jedoch 180 Tage nicht mehr auf der Plattform aktiv, erlöscht ihr Zugang automatisch.

* Für Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Psychologinnen und Psychologen gilt, dass die Fortbildung innerhalb eines Jahres absolviert werden muss, um die beantragten CME-Punkte zu erhalten.

Dürfen auch Studentinnen und Studenten teilnehmen?

Aus rechtlichen Gründen sind wir verpflichtet, einen Nachweis über eine abgeschlossene Ausbildung bzw. ein abgeschlossenes Studium in diesem Bereich einzuholen. Alternativ müssen wir die entsprechende Institution verpflichten, einen Nachweis über die momentane ehrenamtliche Tätigkeit zu erbringen. Dies ist den Eltern, welche die Videos mit ihren Kindern auf der Plattform zur Verfügung gestellt haben, so zugesichert worden. Aus diesem Grund ist es uns leider nicht möglich, Studentinnen und Studenten einen Zugang zur Weiterbildung zu gewähren.

Technische Voraussetzungen

Technische Voraussetzungen

Die Plattform bedient sich moderner Technologien, um die Inhalte möglichst lebendig zu präsentieren. Ihr Rechner sollte daher mindestens über einen 2GHz Prozessor verfügen. Wir empfehlen außerdem dringend einen modernen Browser wie Firefox 3+, Opera 10+ oder Internet Explorer 8 zu benutzen. Voraussetzung für die Darstellung der Inhalte ist ebenfalls eine funktionierende Flash-Installation sowie eingeschaltetes JavaScript und aktivierte Cookies.

Viele Materialien sind mit Videos ergänzt, daher werden auch Kopfhörer bzw. Lautsprecher benötigt.

Hinweis: Nach Installieren des Flash-Plugins (z.B. zur Darstellung von Videos) muss ggf. das entsprechende Add-On im Browser aktiviert werden, damit es verfügbar ist.

Funktioniert die Plattform auch mit einem Apple MacBook?

Sie können die Plattform auch mit Ihrem Apple MacBook nutzen. Sollte ein Browser nicht richtig funktionieren, versuchen Sie es bitte mit einem anderen Browser (z.B. Firefox anstatt Safari).

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